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Alles skweez?

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Alles zu “linux”

20.04.2011

Dokumente in Dropbox verschlüsseln

von mks.

Wie viele andere auch, verwende ich Dropbox, um Daten zwischen meinem Laptop und dem Desktop-Rechner abzugleichen. Außerdem bietet es eine einfache Möglichkeit, schnell mal jemandem eine Datei zur Verfügung zu stellen oder mit Freunden zusammen zu arbeiten.

Nun habt ihr in den letzten Tagen sicher mitbekommen, dass der Anbieter seine AGB geändert hat, die es nun erlauben, dass US-Behörden darauf Zugriff erlangen können.

Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um euch zu zeigen, wie ihr sehr schnell und einfach mit Ubuntu-Bordmitteln einzelne Ordner in eurer Dropbox verschlüsseln könnt. Nachdem euch ubuntuusers-Blogger benni schon gezeigt hat, wie es mit TrueCrypt geht, zeige ich euch den Weg mit EncFS. Ich nutze das konkret so: die Dropbox enthält einen Dokumente-Ordner, in dem die verschlüsselten Daten liegen. Ohne das zugehörige Passwort kann auf diese Daten niemand zugreifen. Das schützt natürlich nicht vor Entführung in einen Folterknast. Dieser Ordner ist in den normalen Dokumente-Ordner im Home eingehängt.

Und so gehts

Ihr braucht lediglich 5 Minuten Zeit und encfs aus dem Software Center (falls nicht ohnehin installiert).

# Dokumente sichern, wenn ihr schon einen solchen Ordner habt
mv Dokmente Dokumente.bak
# Hier landen die verschlüsselten Daten:
mkdir Dropbox/Dokumente
# Und hier könnt ihr ganz normal drauf zugreifen:
mkdir Dokumente
encfs Dropbox/Dokumente Dokumente
→ p für Paranoiamodus ;)
→ 2x Passwort eingeben
# Jetzt noch die alten Dokumente verschieben, Fertig!
mv Dokumente.bak/* Dokumente/
# Ggfs. Versteckte Dateien nicht vergessen!

Achtung, im Paranoiamodus funktionieren Hardlinks nicht!

Sieht aus wie Datenschrott: EncFS bei der Arbeit

EncFS vs. TrueCrypt

Bei Lösungen wie TrueCrypt legt man einen Container an, ein verschlüsseltes Festplatten-Image, wenn man so will. EncFS dagegen verschlüsselt transparent einzelne Dateien. Beides hat Vor- und Nachteile. Da der TrueCrypt-Container auf Dateisystemebene als eine Datei erscheint, muss auch immer der ganze Container synchronisiert werden, sobald sich ein Teil seines Inhalts ändert. In den Kommentaren haben mich zwei aufmerksame Leser darauf hingewiesen, dass Dropbox von einem TrueCrypt-Container auch nur die veränderten Teile abgleicht, allerdings erst, nachdem der Container ausgehängt wurde. Da EncFS die einzelnen Dateien verschlüsselt, können diese auch einzeln synchronisiert werden.

Und sonst …

EncFS gibt es dank MacFUSE auch für Mac OS X. Für Windows gibt es ein kommerzielles Produkt namens BoxCryptor, dass angeblich kompatibel zu EncFS ist. Vom Einsatz einer Closed-Source-Software für diesen Zweck würde ich aber aus nahe liegenden Gründen abraten.

Update: Ich möchte noch auf zwei verwandte Projekte hinweisen, auf die ich direkt oder indirekt dank der Kommentare gekommen bin. Das eine ist gnome-encfs, welches EncFS-Passwörter im Schlüsselbund speichert und die Dateisysteme beim Login automatisch mounten kann. Das andere ist eCryptfs, das EncFS nicht ganz unähnlich zu sein scheint, aber als Dateisystem im Kernel implementiert ist.

Danke für’s Lesen und bis zum nächsten Mal. Kommentare sind wie immer kostenlos und herzlichst willkommen. ;)

08.04.2011

Backups mit Back In Time in Linux

von christoph.

Bildschirmfoto nach Backup

Irgendwann ist es bei jedem Computer so weit: Man braucht einen neuen. Nur meistens kündigt der Computer nicht davor an: “Kopiere die Daten auf eine externe Festplatte, nächste Woche gehe ich kaputt.” :)
Um zu vermeiden, dass auf einmal alle persönlichen Dateien verloren gehen, sollte man regelmäßig Backups der Festplatte anlegen. Doch bei regelmäßigen Sicherungen von Hand ist das Problem, dass man immer wieder alle Daten kopieren muss und die alten Backups, falls man nicht sehr viel Speicherplatz verbrauchen will, löschen muss.

Aus diesem Grund habe ich das Backup-Tool Back In Time (das auch u.a. in den Standardpaketquellen von Ubuntu als “backintime-gnome” und “backintime-kde” verfügbar ist) getestet und möchte hier kurz meine Erfahrungen schildern.

Gestartet habe ich das Programm mit root-Rechten, um auch andere Verzeichnisse als das home-Verzeichnis sichern zu können.

Achtung: Ein Programm mit root-Rechten zu starten bringt immer gewisse Risiken mit sich!

Beim Start wird außer dem Hauptfenster auch ein Einstellungsfenster geöffnet. In diesem Fenster muss folgendes geändert werden:

Konfiguration: Speicherort für Festplatte
Konfiguration: Zeitplan: ich habe mich für “Deaktiviert” entschieden, weil ich meine externe Festplatte nicht immer angeschlossen habe
Einbeziehen: hier habe ich mich für mein home-Verzeichnis, /opt und /etc entschieden.
Ausschließen: In meinem Fall ist das einzige, das nicht gesichert werden soll, die virtuelle Festplatte von Windows-XP, das ich mit VirtualBox benutze. Die würde bei jedem Backup immer wieder neu kopiert werden und das würde zu viel Speicherplatz verbrauchen. Diese Daten kann man ja immer noch direkt in XP sichern.
Automatisch entfernen: hier habe ich das Häkchen vor “Älter als:” entfernt.

Nachdem man auf “OK” und dann im Hauptfenster auf den Knopf links oben geklickt hat, wird das Backup erstellt. Nach einiger Zeit (~45min) war das Backup bei mir fertig. Bei einem Blick auf /media/<Festplatte>/backintime kann man sehen, dass die Dateien beim ersten Backup “einfach” kopiert werden und bei Bedarf so auch ohne installiertes Back In Time eingesehen werden können.

Fazit: Back In Time ist ein einfach zu bedienendes Backup-Programm. Es hat (anscheinend) keine Möglichkeit, das Verzeichnis auf der Festplatte zu verschlüsseln oder zu komprimieren. Und ohne (komprimierte) Archive kann man auch leichter ohne installiertes Back In Time in anderen Betriebssystemen auf das Backup zugreifen.
Die Wiederherstellungsfunktion habe ich noch nicht getestet, hoffentlich werde ich das auch nicht so bald tun müssen. :)

11.12.2010

Schöner Bootvorgang auf Ubuntu

von mks.

Ubuntu kommt seit 10.04 mit Plymouth daher, um den Bootvorgang zu verschönern. Leider hat das noch auf keinem von mir getesteten Rechner von Haus aus funktioniert. Ich bekam immer nur das Textmodus-Thema von Plymouth angezeigt, manchmal zumindest in der richtigen Auflösung. Ich weiß nicht, ob das andere auch betrifft, oder ob das standardmäßig eigentlich funktionieren sollte. Dieser Artikel ist für alle, denen es wir mir geht.

Wie immer gibt es keine Garantie, dass diese Anleitung bei Dir funktioniert! Sollte etwas schiefgehen, mit einer Live-CD booten und das vorher gemachte Backup wieder einspielen!

In die Datei /etc/initramfs-tools/modules sollte man folgende Zeilen aufnehmen, um möglichst früh die ideale Auflösung zu bekommen:

drm
nouveau

Anschließend das initramfs neu generieren:

update-initramfs -k `uname -r` -u

Das bewirkt, dass die beiden Module in das initramfs kopiert werden. Somit wird der Treiber gleich nach dem Kernel in den Speicher geladen und man bekommt so früh wie möglich die richtige Auflösung.

Bei mir hat dann noch ein Plymouth-Thema gefehlt. Dieses kann man einfach über Synaptic installieren. Im Wiki von ubuntuusers gibt es eine Übersicht.

In dem Rechner, an dem ich das gemacht habe, steckt eine NVIDIA GeForce FX. Intel und ATI/AMD-Karten sollten aber auch funktionieren. Statt nouveau muss man dann entsprechend i915 bzw. radeon in die o.g. Datei eintragen. Im allgemeinen funktioniert das aber nur mit den Open Source-Treibern, da die proprietären Grafiktreiber von AMD und NVIDIA KMS nicht unterstützen.

Kommentare über (Mis-)Erfolge auf verschiedener Hardware sind willkommen!

20.11.2010

System auf GUID Partition Table umstellen

von mks.

Note: An English version of this article is available.

Disclaimer: Dieser Artikel ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger! Ich habe alles auf Arch Linux durchgeführt, darum können die Pfadangaben auf Ubuntu leicht abweichen. Veränderungen an der Partitionstabelle und am Master Boot Record sind immer riskant! Mache Backups! Ich bin nicht verantwortlich für verlorene Daten!

Dieser Artikel beschreibt, wie man ein Linux-System von einer MSDOS-Partitionstabelle auf den neuen GUID Partition Table-Standard (GPT) umstellen kann. GPT ist Teil der EFI-Spezifikation und wird somit wahrscheinlich sehr bald in den meisten Desktops und Notebooks Einzug halten. Apple benutzt EFI und GPT bereits großflächig in seinen Systemen und auch IA64-basierte Server und Workstations setzen auf den neuen Standard. Aber auch wenn man noch ein BIOS-basiertes System sein Eigen nennt, kann man GPT nutzen.

MSDOS-Partitionstabellen werden im sog. Master Boot Record (MBR) gespeichert. Dieser ist der erste Sektor auf der Festplatte und somit 512 Byte groß. Der MBR enthält aber auch noch den Boot-Loader, der bereits 440 Byte in Anspruch nimmt. Die Partitionstabelle muss seit eh und je in 64 Byte passen. Das ist der Grund, warum man eigtl. höchstens vier Partitionen anlegen kann (dabei benötigt jeder Eintrag genau 16 Byte). Weil die Größe einer Partition in 32 Bit gespeichert wird, kann jede auch “nur” 2 Terabyte groß sein.

Wer von den Einschränkungen durch MBR-Partitionstabellen die Nase voll hat, insbesondere von der Begrenzung auf vier primäre Partitionen und den Hack mit erweiterten Partitionen, der kann sich GPT als Alternative anschauen. Mit GPT kann man 128 Partitionen anlegen, jede maximal 8192 Exabyte groß.

Was man braucht

Das fdisk-Tool kann nicht mit GPT umgehen. Man braucht daher gdisk, das aber nahezu gleich bedient wird. Außerdem benötigt man einen GPT-kompatiblen Boot-Loader. Der alte GRUB 0.97 benötigt dazu einen Patch, GRUB2 kann aber einwandfrei mit GPT umgehen. Ich benutze allerdings extlinux, das mit syslinux daherkommt, weil ich das Konfigurationssystem von GRUB2 nicht mag.

Wenn man das erste Mal auf GPT umstellt, muss man außerdem die erste Partition um 33 Sektoren verschieben (das ist die Größe, die die neue Tabelle braucht). Wenn man, wie ich, eine extra /boot-Partition hat, dann ist das kein Problem, ansonsten sollte man evtl. bis zur nächsten Neuinstallation warten. ;-)

Kombatibilität

Linux kann GPT-formatierte Platten mounten und auch davon booten. Man sollte aber vorher prüfen, ob der Kernel mit GPT-Unterstützung kompiliert wurde.

$ zgrep CONFIG_EFI_PARTITION /proc/config.gz

CONFIG_EFI_PARTITION=y # we're ready to go

Auch FreeBSD kann von GPT booten, was ich aber nicht getestet habe. Windows kann ohne Weiteres nicht auf BIOS-basierten Systemen von GPT-Platten booten! Wenn sich also Linux die Platte mit Windows teilt, sollte man noch darauf verzichten.

Let’s rock’n'roll

Zuerst habe ich syslinux und gdisk aus den Repositories installiert. Man braucht mindestens syslinux 4.0. Wenn man noch nicht Ubuntu 10.10 installiert hat, muss man es daher selbst kompilieren.

Dann habe ich extlinux in den MBR mit herkömmlicher Partitionstabelle installiert, um zu testen ob es überhaupt geht und eine funktionierende Konfiguration zu erstellen.
Nicht vergessen, /boot zu mounten; sda an das eigene System anpassen!

$ dd if=/usr/lib/syslinux/mbr.bin of=/dev/sda # Copy bootloader to MBR
$ mkdir /boot/extlinux
$ extlinux --install /boot/extlinux
$ cp /usr/lib/syslinux/menu.c32 /boot/extlinux

Nun muss man /boot/extlinux/extlinux.conf anlegen und entsprechend dem eigenen System anpassen. Das manual `man syslinux` hilft dabei. Meine sieht folgendermaßen aus. Deine muss sicherlich anders aussehen!

default menu.c32
prompt 0
menu title Arch Linux
timeout 30
 
label linux
 menu label Linux
 kernel ../vmlinuz26
 append initrd=../kernel26.img root=/dev/sda3 ro resume=/dev/sda2 quiet

Nachdem die extlinux-Konfiguration funktionierte, habe ich die System Rescue CD gebootet. Die folgenden Schritte kann man nicht auf dem laufenden System machen, da man die Partitionstabelle verändern und dann mit der neuen Tabelle den Boot-Loader installieren muss. Der Kernel liest die Tabelle aber erst beim Reboot neu ein, der aber nicht funktioniert, solange man den Loader noch nicht installiert hat.

Auf dem laufenden Live-CD-System habe ich meine Partitionen eingehängt und /boot gesichert.

$ mkdir /mnt/host
$ mount /dev/sda3 /mnt/host
$ mount /dev/sda1 /mnt/host/boot
$ cd /mnt/host
$ tar cf boot.tar boot/
$ umount boot/

Jetzt habe ich gdisk gestartet. Es bringt beim ersten Start die Meldung, dass man eine MBR-Tabelle hat, welche es konvertiert hat und dass man die erste Partition löschen oder verkleinern/verschieben muss. Also löscht man sie und legt sie weiter hinten neu an.

$ gdisk /dev/sda
Command (? for help): d
Partition number (1-4): 1
 
Command (? for help): n
Partition number (1-128, default 1): 1
First sector (34-312581774, default = 34) or {+-}size{KMGTP}: 
Last sector (34-112454, default = 112454) or {+-}size{KMGTP}: 
Current type is 'Linux/Windows data'
Hex code or GUID (L to show codes, Enter = 0700): 
Changed type of partition to 'Linux/Windows data'
 
Command (? for help): x
 
Expert command (? for help): a
Partition number (1-4): 1
Known attributes are:
0: system partition
1: hide from EFI
2: legacy BIOS bootable
60: read-only
62: hidden
63: do not automount
 
Toggle which attribute field (0-63, 64 or <Enter> to exit): 2
 
Attribute value is 0000000000000004. Set fields are:
2 (legacy BIOS bootable)
 
Command (? for help): w

Jetzt hat man die Partitionstabelle zu einer GPT konvertiert. Letzter Schritt: den Inhalt von /boot wiederherstellen und extlinux nochmal installieren, diesmal aber mit dem Loader-Code für GPTs (gptmbr.bin).

$ mkfs.ext2 /dev/sda1
$ mount /dev/sda1 /mnt/host/boot
$ cd /mnt/host
$ tar xf boot.tar
$ dd if=/mnt/host/usr/lib/syslinux/gptmbr.bin of=/dev/sda
$ extlinux --install /mnt/host/boot/extlinux

Wenn alles glatt gelaufen ist, hat man nun ein GPT-System. Viel Glück! :-)

$ reboot

Referenzen (Englisch)

20.11.2010

Using a GUID Partition Table

von mks.

Disclaimer: This article is not a step-by-step guide for beginners! I did this on Arch Linux, the paths may differ slightly on Ubuntu. Playing with the master boot record and partition table of your system is always a risk. Make a backup! I don’t take any liability for your lost data!

This article describes, how you can switch your system from the old MSDOS style partition table to the new GUID Partition Table (GPT) format. GPT is part of the EFI specification and will therefor probably become the standard for partitioning in most desktop computers in the near future. Apple is already using EFI and GPT in their desktops and notebooks and IA64 based servers and workstations do too. However, you can also use GPT on your BIOS based system.

MSDOS style partition tables are stored in the so called Master Boot Record (MBR), the first sector (512 Bytes) on the disk. It also contains the boot loader, which already takes up 440 Bytes. The partition table must fit into 64 Bytes. This is the reason why you can create only 4 partitions at max (with each entry taking up 16 Bytes of space) in an MBR partition table. Because the size of MBR partitions is stored as 32 bit, each one can be 2 TB large.

If you are, like me, fed up with the limits imposed by MBR partition tables and don’t want to use that hack with extended partitions anymore, you may want to try GPT. A GPT can hold 128 partitions each with a maximum of 8192 Exabytes in size.

What you need

The fdisk tool can not handle GPT. You will need gdisk, which is used in almost the same way. You will also need a compatible boot loader: the old grub 0.97 needs a patch, but grub2 handles GPT fine. However I use extlinux from the syslinux package (>=4.0), because I don’t like the complex configuration system of grub2.

You will also need to move your first partition by 33 sectors (because that’s the space, GPT takes up). If you have a separate boot partition, like me, this is pretty easy. If you don’t, you should probably wait until the next fresh reinstall. ;-)

Compatability

Linux can use GPT and boot from it. Make sure your kernel is compiled with the necessary support:

$ zgrep CONFIG_EFI_PARTITION /proc/config.gz

CONFIG_EFI_PARTITION=y # we're ready to go

FreeBSD can also boot from GPT, but I didn’t test it. Windows cannot boot from GPT partitions in BIOS systems! So if you have a dual booting machine with Windows, you shouldn’t do this.

Let’s rock’n'roll

First, I installed syslinux and gdisk from the repository. You will need syslinux 4.0 or newer. If you did not already update to Ubuntu 10.10, you will have to build it yourself.

I then installed extlinux with my MBR still intact, so I could test if it works. Change sda to your needs! Remember to mount your boot partition!

$ dd if=/usr/lib/syslinux/mbr.bin of=/dev/sda # Copy bootloader to MBR
$ mkdir /boot/extlinux
$ extlinux --install /boot/extlinux
$ cp /usr/lib/syslinux/menu.c32 /boot/extlinux

Create and edit /boot/extlinux/extlinux.conf as described in `man syslinux`, fitting your system. Mine looks like this. Yours should most probably look different!

default menu.c32
prompt 0
menu title Arch Linux
timeout 30
 
label linux
 menu label Linux
 kernel ../vmlinuz26
 append initrd=../kernel26.img root=/dev/sda3 ro resume=/dev/sda2 quiet

After I had a working extlinux config, I rebooted with System Rescue CD. You can not do the following steps on your running system, because you will need to change the partition table and install the boot loader afterwards using the new table. But the kernel will only reload the table at reboot. However you cannot reboot into your system as long as you didn’t install the boot loader.

With the sysresccd running, I mounted my partitions and backed up my /boot.

$ mkdir /mnt/host
$ mount /dev/sda3 /mnt/host
$ mount /dev/sda1 /mnt/host/boot
$ cd /mnt/host
$ tar cf boot.tar boot/
$ umount boot/

Now I started gdisk. It will tell you, that you have a MBR table, which it converted to GPT and that you will have to delete or move your first partition. Delete and recreate it accepting the standards and mark it as legacy BIOS bootable.

$ gdisk /dev/sda
Command (? for help): d
Partition number (1-4): 1
 
Command (? for help): n
Partition number (1-128, default 1): 1
First sector (34-312581774, default = 34) or {+-}size{KMGTP}: 
Last sector (34-112454, default = 112454) or {+-}size{KMGTP}: 
Current type is 'Linux/Windows data'
Hex code or GUID (L to show codes, Enter = 0700): 
Changed type of partition to 'Linux/Windows data'
 
Command (? for help): x
 
Expert command (? for help): a
Partition number (1-4): 1
Known attributes are:
0: system partition
1: hide from EFI
2: legacy BIOS bootable
60: read-only
62: hidden
63: do not automount
 
Toggle which attribute field (0-63, 64 or <Enter> to exit): 2
 
Attribute value is 0000000000000004. Set fields are:
2 (legacy BIOS bootable)
 
Command (? for help): w

You have now converted your partition table to GPT. Last step: restore the contents of your boot partition and install extlinux again, but this time with the boot loader code for GPT partitions (gptmbr.bin).

$ mkfs.ext2 /dev/sda1
$ mount /dev/sda1 /mnt/host/boot
$ cd /mnt/host
$ tar xf boot.tar
$ dd if=/mnt/host/usr/lib/syslinux/gptmbr.bin of=/dev/sda
$ extlinux --install /mnt/host/boot/extlinux

If everything went well, you can now reboot into your GPT system. Good luck. :-)

$ reboot

References

09.10.2010

Netbook mit Ubuntu einrichten: Teil 3 – Software

von ritze.

Als IRC-Programm habe ich, wie auf meinem Desktoprechner, WeeChat installiert. Dieser beansprucht wenig Platz auf dem Bildschirm und ist mittlerweile für mich einer der besten IRC-Clients.

Im Gegensatz zum Desktoprechner, auf dem ich Banshee zum Musik hören einsetze, werde ich auf dem Netbook Rhythmbox benutzen. Um den Musikplayer noch komfortabler zu gestalten, habe ich das Plugin RhythmArty installiert.

Der Browser Chromium
Danach habe ich noch einen SSH-Server installiert, damit ich von meinem Desktoprechner bequem über das Terminal das Netbook administrieren kann. Dazu installiert man das Paket ”ssh” und passt die Konfigurationsdatei /etc/ssh/sshd_config seinen Bedürfnissen an. Mittels ssh-keygen kann man dann, falls noch nicht bereits geschehen, einen öffentlichen und privaten SSH-Schlüssel erstellen. ssh-copy-id kann dazu verwendet werden, um den den Schlüssel vom Netbook auf dem Desktoprechner oder anderen Geräten zu verteilen. Das hat zum einem den Vorteil, dass man nicht jedes mal das Passwort eingeben muss und zum andern steigert man die Sicherheit, sofern man beim Server das anmelden mit Passwort deaktiviert hat. Daneben habe ich noch eine Konfigurationsdatei angelegt, in der ich die von mir benutzten Rechnern mit den zugehörigen Ports und sonstige Servereinstellungen eingetragen habe.

Für Thunderbird bin ich auf eine nette Erweiterung gestoßen, dass das E-Mail-Programm in das Benachrichtigungs-Indikator hinzufügt. Auf der Projektseite auf Launchpad kann man sich die Erweiterung herunterladen. Damit der Eintrag von Thunderbird dauerhaft beim Indikator aufgelistet wird und nicht nur während das Programm läuft, muss noch ein kleiner Eingriff in das System vorgenommen werden. Dazu muss man eine neue Datei am besten mit dem Namen thunderbird unter /usr/share/indicators/messages/applications anlegen. In diese schreibt man dann schließlich den Pfad zum Starter rein. In meinem Fall wäre das /usr/share/applications/thunderbird.desktop. Dieses Verfahren kann man natürlich auch mit anderen Programmen wiederholen. Nach dem nächsten Neustart des Systems, sollte dann der neue Eintrag bereits im Indikator aufgelistet werden.

Pakete
Folgende Pakete bzw. Programme habe ich primär installiert:

  1. ccsm
  2. cheese
  3. chromium (chromium-browser-l10n Sprachpaket)
  4. colordiff
  5. ethstatus
  6. htop
  7. keepassx
  8. libnotify-bin
  9. nmap
  10. maximus
  11. pidgin
  12. ssh
  13. thunderbird
  14. unrar
  15. vlc
  16. weechat
  17. zenmap (Benutzeroberfläche für Nmap)

Pakete, die ich über PPAs installiert habe:

  1. dockbarx (ppa:dockbar-main/ppa)
  2. nautilus-elementary (ppa:am-monkeyd/nautilus-elementary-ppa)
  3. samsung-backlight (ppa:voria/ppa)
  4. samsung-tools (ppa:voria/ppa)

Nachdem man die Pakete aus den PPAs installiert hat, sollte man diese eventuell wieder deaktivieren, da ansonsten der PPA-Betreiber unbemerkt Unfug damit treiben könnte.

Pakete, die ich primär entfernt habe:

  1. brasero
  2. empathy
  3. evolution
  4. f-spot
  5. firefox
  6. gwibber
  7. pitivi
  8. simple-scan
  9. telepathy
  10. tomboy

08.10.2010

Netbook mit Ubuntu einrichten: Teil 2 – Look & Feel

von ritze.

Die Uhr habe ich im Panel so eingestellt, dass lediglich die Uhr dargestellt wird. Das heißt Datum, Sekunden, Wetter und Temperatur sind in den Einstellungen deaktiviert. Außerdem habe ich noch das Systemmonitor-Applet in das Panel hinzugefügt, damit man stets auf dem aktuellen Stand der CPU-Auslastung ist.

Damit das Panel die gleiche Farbe wie die Manübar in den Fenstern hat, habe ich dazu zum einen die Datei /usr/share/themes/Ambiance/gtk-2.0/gtkrc geöffnet und die Zeile bg_pixmap[NORMAL] = "panel_bg.png" mit einem # vor der Zeile auskommentiert. Danach habe ich die Datei .gtkrc-2.0 im Heimverzeichnis geöffnet und folgende Zeilen hinzugefügt, damit die Panelschrift dick dargestellt wird:

style "panel"
{
font_name = "Bold"
}

Anschließend startet man das GNOME-Panel mit eine killall gnome-panel && gnome-panel & neu.

Mit dem Werkzeug maximus wird erreicht, dass zum einen die meisten Fenster maximiert gestartet werden und zum andern die Fensterleiste nicht angezeigt wird. Um dieses Verhalten nach jeder Anmeldung zu haben, muss man einen entsprechenden Eintrag unter Startprogramme machen.

Die geöffneten Programme werden mit DockbarX im oberen Panel angezeigt. Dazu muss man sich das Programm erst einmal über ein PPA installieren:

sudo add-apt-repository ppa:dockbar-main/ppa
sudo apt-get update && sudo apt-get install dockbarx

Nun fügt man es wie ein Applet in das gewünschte Panel hinzu. Anschließend wird das untere GNOME-Panel entfernt, um weitere Pixel zu sparen.

Auf dem Desktop habe ich das Anzeigen von eingehängten Laufwerken deaktiviert, da diese zum einem über den Dateimanager und zum andern über Orte im Panel erreichbar sind. Dazu öffnet man den gconf-editor und deaktiviert unter /apps/nautilus/desktop den Wert volumes_visible. Da der gconf-editor bereits offen ist, kann man auch gleich noch die Fensterknöpfe auf die rechte Seite verschieben, was das Ändern des Wertes button_layout auf menu:minimize,maximize,close unter /apps/metacity/general möglich ist.

Beim Terminal habe ich die Menüleiste sowie den Rollbalken (Scrollleiste) verborgen.

Durch nautilus-elementary kann man noch mehr Platz sparen und unnötige Schaltflächen in Nautilus loswerden. Also installiert man den Nautilus-Fork über das PPA:

sudo add-apt-repository ppa:am-monkeyd/nautilus-elementary-ppa
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade
killall nautilus && nautilus &

Der Dateimanager Nautilus Elementary
Im gleichen Zug habe ich außerdem auf „Einfacher Klick zum Öffnen von Objekten“ umgestellt. Leider ist diese Funktion unter GNOME noch lang nicht so gut gelöst wie unter KDE, aber immerhin schon recht brauchbar und mit einem Touchpad und einem einfachen Klick ist es auch allemal einfacher durch die Ordnerstruktur zu navigieren, als wenn man jedes mal mit einen Doppelklick bestätigen muss. Nachdem ich die restlichen Einstellungen vorgenommen habe, habe ich zum Schluss noch die Menübar versteckt, sodass weitere Pixel gewonnen werden könnten. Zu guter Letzt kann man noch die Brotkrümel aktiviert. Um diese benutzen zu können, muss man entweder ein Theme installieren, dass diese von Haus aus mitbringt oder man besucht den Blog WebUpd8 und lädt sich das Archiv herunter, entpackt es in das Homeverzeichnis und startet Nautilus erneut mit einem killall nautilus && nautilus & neu.

Das NotifyOSD habe ich auch noch gepatcht, sodass alle Nachrichten in der oberen rechte Ecke angezeigt werden und keinen Abstand zwischen dem Panel und den Nachrichten ist. Dazu habe ich ein PPA geladen und die Paketquellen aktualisiert, damit das neue Paket erkannt und installiert wird:

sudo add-apt-repository ppa:leolik/leolik
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Zudem habe ich noch das Hintergrundbild von GDM dem des Wallpapers auf dem Desktop angepasst.

07.10.2010

Die neue Ubuntu-Schrift auf Android

von mks.

OMG! Ubuntu! zeigt, wie man die neue Ubuntu-Schrift auf seinem Android-Telefon nutzen kann. Ich finde die Anleitung unnötig kompliziert, aber da man auf deren Site nicht kommentieren kann, ohne irgendwo Accounts anzulegen, beschreibe ich mal hier, wie es einfacher geht–nämlich mit adb. (adb in $PATH vorausgesetzt)

adb remount
adb pull /system/fonts/ # holt alle Schriftdateien vom Telefon; optional
adb push /usr/share/fonts/TTF/Ubuntu-R.ttf /system/fonts/DroidSans.ttf
adb push /usr/share/fonts/TTF/Ubuntu-B.ttf /system/fonts/DroidSans-Bold.ttf

Update: Auf Ubuntu ist der korrekte Pfad, wenn man die Schriften über den Paketmanager installiert hat, /usr/share/fonts/truetype/ubuntu-font family.

Mit diesem Befehl sollte man sicherstellen, dass die Schriften root:root gehören:

adb shell ls -l /system/fonts

Die Rechte sollten etwa so aussehen (nicht etwa 777, wie im original behauptet):

-rw-r--r--

Gegebenenfalls anpassen (war bei mir nicht nötig):

adb shell chown root:root /system/fonts/DroidSans.ttf /system/fonts/DroidSans-Bold.ttf
adb shell chmod 644 /system/fonts/DroidSans.ttf /system/fonts/DroidSans-Bold.ttf

Dann noch neustarten und bewundern. Ich persönlich finde es schick, aber mit den Droid-Schriften geht mehr auf’s Display, da sie schmaler sind.

PS: Bei skweez.net kann man ohne Account und anonym kommentieren! ;-)

06.10.2010

Netbook mit Ubuntu einrichten: Teil 1

von ritze.

Vor knapp einer Woche ist mein Netbook von Samsung N220 eingetroffen, das ich mir hauptsächlich für das Studium gekauft habe. Im nachfolgenden Text werde ich zum einen darauf eingehen, wie man die nicht erkannte Hardware zum laufen bringt und zum andern Ubuntu so einrichten kann, damit man möglichst viel vom Display hat.

Vorbereitung und Installation
Ich habe mich für das langzeitunterstütztes Ubuntu Lucid Lynx entschieden, da ich das Netbook hauptsächlich zum Arbeiten benötige. Die Architektur des verbauten Prozessors N450 von Intel ist 64bit, daher habe ich das Alternate 64bit Image heruntergeladen. Anschließend wurde noch ein Live-USB-Stick erstellt, da in Netbooks bekannter Maßen kein CD-Laufwerk verbaut ist.

Der Desktop Nachdem der USB-Stick mit den Daten fertig bestückt war, kann die Installation beginnen. Bis auf die Partitionierung, bei der ich mich für ein verschlüsseltes Logical Volume Manager (kurz LVM) entschieden habe, gab es nichts spektakuläres.

Hardware
Der proprietäre Treiber für WLAN wird beim ersten Start bereits automatisch gefunden und zum Installieren angeboten.

Dass es sich bei dem Touchpad um ein Multitouchpad handelt, wird von Ubuntu jedoch leider nicht erkannt, sodass man sich selber behilflich sein muss. Durch einen Forenbeitrag auf ubuntuusers bin ich auf eine Lösung gestoßen. Man erstellt sich ein Script mit folgendem Inhalt:

#!/bin/bash
sleep 15
xinput set-int-prop "SynPS/2 Synaptics TouchPad" "Synaptics Two-Finger Width" 32 8 &
xinput set-int-prop "SynPS/2 Synaptics TouchPad" "Synaptics Two-Finger Pressure" 32 40 &
xinput set-int-prop "SynPS/2 Synaptics TouchPad" "Synaptics Two-Finger Scrolling" 8 1 1 &
exit 0

Dieses Skript trägt man danach bei den Startprogrammen ein, damit es nach jedem Anmelden ausgeführt wird.

Einige Fn-Tasten sind leider nicht automatisch von Ubuntu belegt, sodass man hier ein wenig selber Hand anlegen muss. Im ubuntuusers Wiki bin ich auf folgende Lösung gestoßen. Man muss dazu ein PPA einbinden und anschließend die Pakete samsung-tools und samsung-backlight installieren:

sudo add-apt-repository ppa:voria/ppa
sudo apt-get update && sudo apt-get install samsung-tools samsung-backlight

Nach der Installation kann man über SystemEinstellungenSamsung Tools Einstellungen seine Tasten belegen und zudem noch den Anfangstatus von Bluetooth, der Webcam, der WLAN-Karte und den CPU-Lüfter bestimmen.

Einstellungen
Bei den Startprogrammen habe ich Evolution-Alarmbenachrichtigung, GNOME Login Sound, Ubuntu One sowie Visuelle Rückmeldung deaktiviert, da ich persönlich diese Dienste nicht benötige und somit der Start ein wenig beschleunigt wird.

Bluetooth wurde ebenfalls abgeschalten, um im Batteriemodus Strom zu sparen.

Damit die Uhr zu jeder Zeit mit der Atomuhr über das Internet synchronisiert wird, muss man lediglich den NTP-Dienst installieren und danach Ubuntu mitteilen, dass die Zeitinformation aus dem Internet zu holen ist.

In der Konfigurationsdatei .config/user-dirs.dirs werden die Standardordner für beispielsweise Dokumente, Bilder oder Videos festgelegt. Diese Datei habe ich an meine Ordnerbenennung angepasst. So habe ich zum Beispiel den Ordner Vorlagen in .templates geändert, sodass dieser Ordner in Nautilus standardmäßig nicht mehr angezeigt wird.

Den Dialog „Anwendung ausführen“ habe ich über „Tastenkombinationen“ nicht, wie standardmäßig belegt, auf ALT+F2 belassen, sondern auf SUPER+LEERTASTE umgebunden. Somit kann ich relativ schnell die meisten Programme starten, ohne dass ich Programme wie GNOME Do benötige.

04.08.2010

Booting a Linux Kernel from USB

von mks.

I am building a custom Linux image to boot on the RoBoard-100 for our FALTER project. As I am currently not in the institute, where the board is, I am trying to boot the generated image in qemu and from a USB stick on my laptop and desktop computers. Booting from qemu works fine, however, booting from USB doesn’t. The Kernel always panics, because it can’t find the root filesystem:
VFS: Cannot open root device "sda1" or unknown-block(8,1)
Please append a correct "root=" boot option; here are the available partitions:

The list of available partitions is empty, even if everything necessary for USB mass storage is compiled in (no modules!): SCSI, SCSI disk, USB, UHCI/OHCI, USB mass-storage.

The problem is, that the Kernel does USB probing in a separate thread and recognizes the USB stick after it’s done with the normal hardware probing and tries to mount the root fs. If you need to boot from USB, a workaround for this problem is the kernel boot parameter rootdelay (e.g. rootdelay=5).

I’ll just stick with booting from IDE, when I’m in the institute again next week. ;-)