Ich habe mir vor knapp zwei Wochen Archlinux eingerichtet. Natürlich läuft am Anfang nicht alles auf Anhieb, sodass man an vielen Stellen selber Hand anlegen muss. So auch an Magic SysRQ, mit dem man den X-Server neu starten kann, falls er mal nicht mehr reagieren sollte. Standardmäßig ist diese Funktion deaktiviert. Im ArchWiki steht zum Glück, wie es geht: Man öffnet die Konfigurationsdatei /etc/sysctl.conf und ändert von kernel.sysrq den Standardwert 0 auf 1. Danach sollte ein Neustart des X-Servers mittels ALT-GR+DRUCK+K wieder möglich sein.
Mein zweites Problem unter Archlinux bestand darin, dass ich zwar mit dem VLC media player MP3-Dateien hören konnte, jedoch Banshee sich weigerte, sie wiederzugeben. Des Rätsels Lösung war das fehlen des Pakets gstreamer0.10-plugins. Jedoch hat es mich gewundert, dass selbst Totem, das auch GStreamer zur Wiedergabe von Dateien verwendet, mich nicht darüber Informiert hat, was man als Ehemaliger Ubuntuianer gewöhnt ist.
Da ich zur Zeit mit KDE SC 4.4 unterwegs bin und die Desktopumgebung für eine längere Zeit ausgiebig testen möchte, will ich auch den hauseigenen Musikplayer Amarok benutzen. Zuvor hatte ich Banshee zum Musik hören verwendet. Eigentlich kann man mit Banshee ziemlich leicht Lieder mit der jeweiligen Bewertung „exportieren“, indem man alle Lieder mit fünf, vier, drei usw. Sternen per intelligenten Wiedergabeliste anzeigen lässt und diese Liste dann als Datei abspeichert. Leider bekam ich eine Fehlermeldung und so musste ich mich mit der SQLite-Datenbank herumschlagen.
Über einen englischen Blogbeitrag hatte ich in vergangener Zeit einmal den Dateipfad der Lieder verändert. Also habe ich mir die Syntax etwas genauer angeschaut und dementsprechend angepasst:
sqlite3 -header ~/.config/banshee-1/banshee.db "select Uri from CoreTracks WHERE Rating LIKE '5' " \; > 5sterne.m3u
Der Befehl erstellt eine Datei namens 5sterne.m3u, die die Pfade der Musikdateien enthält, die in der Datenbank unter Rating eine 5 stehen haben. Diese Wiedergabeliste importiert man nun in Amarok, wählt anschließend alle Lieder aus und bewertet diese mit fünf Sternen. Den Vorgang wiederholt man dann mit der entsprechenden Anpassung an der Bewertung.